Initiative "Ja-zum-Erhalt":

Die Versorgung mit Geburtshilfe, Gynäkologie und Kinderheilkunde im Krankenhaus Dornbirn
stellt eine zentrale gesundheitliche Grundversorgung für Familien, Frauen und Neugeborene in Dornbirn, der größten Stadt in Vorarlberg, sowie dem Umland im unteren Rheintal  (inkl. Bregenzerwald) dar. 

Viele Menschen - darunter werdende Eltern, Angehörige und medizinische Fachpersonen - bewerten den drohenden Verlust dieser Versorgung im Zuge der geplanten Spitalsreform als gravierende Einschränkung der wohnortnahen Gesundheitsinfrastruktur mit - zu diesem Zeitpunkt - unvorhersehbaren Risiken. 

Gut funktionierende und teuer aufgebaute Strukturen, 
wie u.a. die Geburtshilfe oder zertifizierte Zentren wie das Brustkrebs- und Beckenbodenzentrum, sind dadurch bedroht. 

Offene Briefe des medizinischen Personals und Stimmen von Expert:innen verdeutlichten die Situation auf der professionellen Ebene. 


Die Online-Petition „Ja zum Erhalt der Geburtshilfe, Gynäkologie und Kinderheilkunde im Krankenhaus Dornbirn“
zeigte mit über 57.000  Unterstützer: innen innerhalb weniger Tage eindrucksvoll, wie groß auch die gesellschaftliche Bedeutung und Wahrnehmung dieses Themas sind.

Zu zwei kurzfrisig organisierten Demonstrationen vor dem Landhaus kamen 
hunderte Teilnehmer: innen.

Dieses zivilgesellschaftliche Aufbegehren blieb genauso wie die Einschätzungen der betroffenen Fachpersonen von den politischen Entscheidungsträger:innen bis dato unberücksichigt. 

Viel mehr als nur eine Abteilung:

Wir sind nicht prinzipiell gegen eine Spitalsreform und die Zusammenlegung von Abteilungen im Hinblick auf die zukünftige Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Finanzierbarkeit unseres Gesundheitssystems. Bei den Plänen für das Krankenhaus Dornbirn sehen wir aber grobe Fehler mit unvorhersehbaren Folgen:

Eine Schließung oder Verlagerung der Dornbirner Infrastruktur  betrifft neben der mit 1300 Geburten jährlich größten Geburtenstation des Landes auch andere für die Frauengesundheit zentrale Abteilungen:
das einzige zertifizierte Beckenbodenzentrum in Vorarlberg,
das zertifizierte Brustgesundheitszentrum,
das Zentrum für gynäkologische Unterbauchtumore und
die einzige
Missbrauchsambulanz im Bundesland.

Auch die einzige Möglichkeit in Vorarlberg auf Betreuung der mit ME/CFS erkrankten Kinder ist durch die geplanten Maßnahmen bedroht.

Selbst die in diesen Abteilungen tätigen Fachpersonen warnen davor, dass der Um- und Aufbau an
einem anderen Standort die bereits erreichten Zertifizierungen und den hohen Standard der  interdisziplinären Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen gefährdet und um Jahre zurückwerfen würde.  

Für die Bevölkerung ist trotz  Aussendungen und Pressekonferenzen zur Spitalsreform bis heute nicht nachvollziehbar, wieso eine in den letzten Jahren aufgebaute Infrastruktur im Krankenhaus Dornbirn, 
die vom Land gefordert wurde und Millionen an Steuergeldern gekostet hat, nun plötzlich zerschlagen werden soll. 

Hierfür gibt es von Seiten der politischen Entscheidungsträger:innen bis heute keine plausible fachliche und  transparente ökonomische Erklärung. 

Um Entscheidungen von solcher Tragweite auch an der Basis abzusichern, ist es  für uns zentral, dass die Bürgerinnen und Bürger, die direkt betroffen sind,  mitentscheiden können – für Transparenz, demokratische Mitbestimmung und verlässliche Versorgungssicherheit.


Deshalb haben wir am 15.12.2025 bei der Landeswahlbehörde den Antrag auf ein Volksbegehren eingebracht, mit dem Ziel, eine Volksbefragung über den Erhalt der Geburtshilfe, Gynäkologie und Kinderheilkunde im Krankenhaus Dornbirn zu erwirken. 

Dieser Antrag wurde mit Bescheid vom 12.01.26 aufgrund juristisch unkorrekter Formulierungen abgewiesen.


Volksbegehren statt Volksbefragung

Am 3.3.2026 wurde unserem Antrag auf ein Volksbegehren "Ja zum Erhalt" der frauen- und kindheitsgesundlichen Abteilungen im Krankenhaus Dornbirn stattgegeben.